Wie man mit der Brinell Härteprüfmaschine arbeitet

produkt

Johan August Brinell forschte während seines beruflichen Werdegangs nach Alternativen zu den Festigkeitsprüfmethoden, die es bis dahin gab. Er wollte ein Verfahren finden, welches weniger zeitaufwendig war als der Zugversuch. 1900 gelang dem schwedischen Ingenieur der Durchbruch. Er entwickelte die Härteprüfung durch eine Kugeldruckprobe. Noch in dem gleichen Jahr präsentierte er dieses Verfahren bei der Pariser Weltausstellung. Seitdem wird diese Prüfmethode als Härteprüfverfahren nach Brinell bezeichnet. Heutzutage setzt man dieses Verfahren ein, um mit weichen bis mittelharten Metallen oder mit ungleichmäßigen Gefügen die Härte der Werkstoffe zu ermitteln.

Brinell Härteprüfmaschine

Die Durchführung der Härteprüfmethode

Bei diesem Verfahren wird eine Brinell Härteprüfmaschine benutzt. Dabei drückt man eine Prüfkugel, die aus Sinterhartmetall besteht, auf einen Werkstoff, um danach den Abdruck auszuwerten. Ursprünglich sind Prüfkugeln aus gehärtetem Stahl oder Hartmetall eingesetzt worden. Allerdings sind sie seit 2006 keineswegs mehr zulässig. Seitdem werden bei dem Härteprüfverfahren lediglich noch Kugeln aus Hartmetall eingesetzt. Der Durchmesser der Prüfkugel liegt zwischen einem und zehn Millimetern. Welche Kugel Verwendung findet, wie nach der Dicke des Werkstoffs festgelegt, der zu prüfen ist. Je nach Werkstoffart beträgt die reguläre Dauer der Druckbelastung zwischen zehn und 15 Sekunden. Die Einwirkzeit kann man bei besonders weichen Stoffen ebenso auf maximal 30 Sekunden steigern. Beim Einsatz der Brinell Härteprüfmaschine muss beachtet werden, dass die Oberfläche von dem zu erprobenden Werkstoff eben, glatt sowie frei von Unreinheiten ist. Des Weiteren sollte man ebenso dem senkrechten und stoßfreien Eindringen der Prüfkugel Aufmerksamkeit schenken. Nach der Druckbelastung wird der waagrechte und senkrechte Durchmesser des entstandenen Abdrucks gemessen. Aus den Werten ist der Mittelwert zu bestimmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.